Dienstag 06. Februar 2007

Sicher auf den Biochip

Erleichterter Zelltransfer könnte Krebsforschung entscheidend voranbringen.

Das Jenaer Unternehmen aura optik stellte auf der DECHEMA-Tagung "Statusseminar Chiptechnologien" in Frankfurt am Main erfolgreich jüngste Testergebnisse seiner neuen Transfertechnik für einzelne Zellen vor. Die Methode, bei der spezielle Mikrokugeln eingesetzt werden, erlaubt, Zellen kontrolliert und sicher auf Biochips zu transferieren.

Unter den Nutzern von Biochips finden sich verstärkt Forscher aus dem biomedizinischen Bereich, die um ein detailliertes Verständnis von Krankheitsbildern, beispielsweise Krebs bemüht sind. Zellen aus einer klinischen Probe können durchaus genetisch heterogen sein und unterschiedliche Funktionen haben - daher ist es ein Ziel der Forscher, solche Zellen einzeln zu untersuchen.

"Als Voraussetzung für eine solche Analyse muss die Zelle sicher und punktgenau auf der jeweiligen Probeposition des Chips abgelegt werden" erklärt Applikationsspezialistin Dr. Ute Müller, die die neue Transfertechnik vorstellte. "Mit der Mikrokugel ist das sehr leicht realisierbar - die Kugel wird mitsamt der Zelle abgegeben. Damit werden verschiedene Transferfälle einfacher, die mit der Kapillare Schwierigkeiten bereiten."

Besonders die Krebsforscher interessieren sich für die innovative Transferlösung. Für die Forscher spielt weniger die Anzahl der transferierten Zellen eine Rolle als die exakte Realisierung und visuelle Kontrolle des ganzen Transferprozesses: Es geht um wenige wichtige Zellen, bei deren Untersuchung jeder Schritt dokumentierbar sein muss.

Die Firma aura optik konzentriert sich auf Techniken für die Isolierung einzelner Zellen und deren Transfer zu einer Analytik. Die eigens dafür entwickelte Präparationsplattform vereint Stereomikroskopie mit modernen Methoden der Mikromanipulation.

 

Pressekontakt:

Dr. Ute Müller
aura optik gmbh
Wildenbruchstr. 15
07745 Jena

Tel.: 03641 5758 0
Fax: 03641 5758 14

info@aura-optik.de
www.aura-optik.de

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